ungefiltert

ungefiltert

Bin am Freitag den Venus 3 – 2 Stunden lang geflogen – bei Wind, zerrissener schwacher Thermik mit 10-15 km Süd West Wind.

Abfluggewicht 128,3 kg lt. Typenschild geht er bis 130 kg.

Meine persönliche subjektive Meinung, nach einem 2 Stundenflug mit einem echten Start und 10 x Aufziehen nach der Landung:

Verarbeitung:
Positive Überraschung
Leinen sauber gespleißt, mit Sicherheitsnaht in anderer Farbe
Schmale Tragegurte ebenfalls sauber verarbeitet
Schmutzauslassöffnung am Stabilo vorhanden
Vernähungen an den Kunststoffstäbchen schauen etwas wild aus
Zu den mir gekannten 2009er und 2010er Modellen eindeutig eine Steigerung

Start:
Einfach da die Kappe recht leichte ist.

Wenig Führungsarbeit am A Gurt notwendig – kommt wie von selber hoch dann jedoch leichtes Schießen.
Immer bei leichtem Aufwind, am Startplatz wie auch auf der Landewiese…aber ein 0 Wind Vorwärtsstart ist sicher auch kein Thema.

Fliegen:
Mittlerer Steuerdruck, recht präzise, geht sehr willig ums Eck.

Definitiv schnell im Trimm….Avax Xc3 S leicht überladen….deutlich langsamer, aber der Größenunterschied S zu L tut wahrscheinlich das seinige dazu.

Beschleuniger….sehr kurzer Weg, mittlerer Druck (schwerer zu betätigen als Peak 2 oder R09) ca. 57-58 km/h lt. GPS.

Angelegte Ohren müssen aufgepumpt werden – finde ich super in der Klasse.

Normale Wingover und Spirale 8m/s leicht zu fliegen und auch auszuleiten.

Thermikkurbeln:
Bei schwachen windzerrissenen Bärten – die einen Halbkreis ziehen dann wieder einen Halbkreis auslassen und wieder ziehen – hat er mich absolut nicht überzeugt – fast jeder hat mich ausgekurbelt oder mehr Höhe gemacht – auch die die es sonst nicht schaffen.

Meiner Meinung nach liegt das vielleicht am hohen Trimmspeed und der hohen Flächenbelastung, daher mag er es nicht zu viel gebremst zu werden, denn wenn der Bart ausgelassen hat ist er jedes Mal kräftig abgetaucht (liegt vielleicht auch am Piloten – zu wenig Gewichtsverlagerung und zu viel Bremse).

Bei Bärten die mit 1-3 m/s sauber durchgezogen haben hat sich das Bild gewandelt – da zieht er sauber hinein lässt sich perfekt flach zentrieren und ab geht die Post. Für schwache Bedingungen sind wahrscheinlich, mit den vorhandenen m2 – 120 kg genau richtig, jedoch fast 130 kg sicher zu viel.

Beim geradeaus Fliegen ist mir im Gegensatz dazu wieder vorgekommen dass er durchflogenes Steigen gut in Höhe umsetzt und sie mitnimmt scheint recht stabil im Speed bei der Flächenbelastung aber auch kein Wunder.

Fazit nach dem kurzen Testflug:
Mit der Beladung ist er sicher ein Top Gerät für gute Tage, dank des hohen Trimmspeeds, des gut nutzbarer Beschleunigers inkl. Speed und der relativ guten Dämpfung um alle Achsen, daher Piloten die schon vorher EN D oder höher geflogen sind fühlen sich sicher sehr wohl.

Für schwache Tage, Hausbergkratzen oder Baustellen unterwegs tut man sich definitive schwer nahe der maximalen Beladung.

Gelitzahl: 9,787542832487:1 in aufwendigen Testverfahren ermittelt

Quelle: Christoph